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Beiträge

Die Höhe der zu entrichteten Beiträge richten gemäß Satzung nach der Art der Tätigkeit und der Höhe des Einkommens.

Selbständige


Zur Sicherstellung einer am Berufseinkommen orientierten Versorgung werden monatlich satzungsrechtlich festgelegte Pflichtbeiträge erhoben.

Regelbeitrag


Als Beitrag kann der Regelbeitrag entrichtet werden; er entspricht dem Höchstbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung. Bei Zahlung des Regelbeitrags entfallen die sonst bestehenden Nachweispflichten.

Einkommensbezogener Beitrag


Berechnungsgrundlage ist das Einkommen aus der selbständigen/freiberuflichen Tätigkeit nach Abzug der Betriebsausgaben (der nach den Steuerrichtlinien ermittelte Gewinn), maximal die Beitragsbemessungsgrenze. Der Beitrag ergibt sich durch Multiplikation des Beitragssatzes mit der Bemessungsgrundlage.

Sonderregelung für Existenzgründer


Bis zum Ablauf von fünf Kalenderjahren nach erstmaliger Aufnahme der freiberuflichen Ingenieurtätigkeit kann der ermäßigte Beitrag in Höhe von 3/10 des Regelbeitrags (§ 17 Abs. 1 Satz 2 der Satzung) gezahlt werden, § 18 der Satzung. Es ist ein entsprechender schriftlicher Antrag erforderlich.

Angestellte


Die Beitragshöhe richtet sich danach, ob von der gesetzlichen Rentenversicherung zum Versorgungswerk gewechselt werden kann (Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung) oder ob neben der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung im Versorgungswerk eine ergänzende Versorgung aufgebaut wird (s. u. Zusätzliche Vorsorge).

Angestellte, die von der gesetzlichen Rentenversicherung befreit sind


Eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung ist seit dem 01.01.1996 nur noch möglich für Pflichtmitglieder der Ingenieurkammer, d. h. für Beratende Ingenieure. Nach Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung ist derselbe Beitrag an das Versorgungswerk zu entrichten, der an die Gesetzliche Rentenversicherung zu zahlen wäre (Arbeitgeber /Arbeitnehmeranteil je die Hälfte).

Es gelten daher die gleichen Berechnungsgrundlagen wie für den einkommensbezogenen Beitrag bei Selbständigen.

Verfahren der Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung


Die Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung aufgrund der Pflichtmitgliedschaft in der Ingenieurkammer (und im Versorgungswerk) erfolgt nur auf Antrag. Das entsprechende Formblatt und weitere Auskünfte erhalten Sie von der Verwaltung des Versorgungswerks. Der Antragseingang bei der Gesetzlichen Rentenversicherung ist maßgebend für den Beginn der Befreiung. Die Entscheidung über die Befreiung trifft die Deutsche Rentenversicherung. Eine Befreiung für einen Zeitraum vor der Mitgliedschaft im Versorgungswerk ist nicht möglich. Die Befreiung bezieht sich auf die ausgeübte Beschäftigung als Ingenieur.

Für Mitglieder der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau und für Mitglieder der Brandenburgischen Ingenieurkammer mit Mitgliedschaftsbeginn in der Brandenburgischen Ingenieurkammer ab dem 27.01.2016 ist eine Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung nicht möglich.

Folgen der Befreiung


Die an die Deutsche Rentenversicherung geleisteten Beiträge sowie daraus resultierende Ansprüche können nicht zum Versorgungswerk übertragen werden.
Nach derzeitiger Rechtslage zur gesetzlichen Rentenversicherung gilt:

Ob ein Altersrentenanspruch gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung aus den dort vorhandenen Versicherungszeiten besteht oder ob eine Erstattung von Arbeitnehmeranteilen möglich ist, richtet sich danach, ob die Wartezeit von 60 Monaten schon erfüllt ist.
Grundsätzlich entfällt der Anspruch gegenüber der gesetzlichen Rentenversicherung auf Erwerbsminderungsrente spätestens zwei Jahre nach Einstellung der Zahlung von Pflichtbeiträgen. Ausnahmsweise bleibt der Anspruch erhalten, wenn am 31.12.1983 die Wartezeit von 60 Monaten erfüllt war und die Zeit ab dem 01.01.1984 durchgängig lückenlos mit Beiträgen oder rentenrechtserheblichen Zeiten (z. B. Berücksichtigungszeiten, Anrechnungszeiten) belegt ist und ab Befreiungsstichtag freiwillige Mindestbeiträge fortentrichtet werden.

Kindererziehungs-, Ausbildungs- oder sonstige in der gesetzlichen Rentenversicherung rentensteigernd anrechenbare „Zeiten“ sind für die Versorgung im Versorgungswerk ohne Belang.

Im Zusammenhang mit der Befreiung von der gesetzlichen Rentenversicherung wird eine Beratung durch die Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung dringend angeraten. Das Versorgungswerk kann zur gesetzlichen Rentenversicherung nur ergänzende, unverbindliche Empfehlungen abgeben.

Zusätzliche Vorsorge für angestellte Ingenieure


Seit dem 01.01.1996 haben - wie oben ausgeführt - Freiwillige Mitglieder der Kammer, d. h. in der Regel angestellte Ingenieure, keine Möglichkeit mehr, ihre Regelbeiträge zur Grundalterssicherung in das Versorgungswerk einzuzahlen. Gleichwohl kann eine berufsständische Zusatzversorgung neben den gesetzlichen Rentenleistungen gegen Zahlung des Mindestbeitrages (und ggf. freiwilliger Mehrzahlungen) im Versorgungswerk aufgebaut werden. Hiermit halten sich angestellte Ingenieure die Möglichkeit offen, bereits eine Grundversorgung an Rentenbausteinen aufzubauen und bei späterer Selbständigkeit (ohne Beachtung der Altersgrenze) die Altervorsorge vollständig über das Versorgungswerk zu sichern.

Um diese Möglichkeit insbesondere für junge Ingenieurinnen und Ingenieure attraktiv zu gestalten, ist der satzungsgemäße Mindestbeitrag im März 1996 von der Vertreterversammlung der Ingenieurkammer Niedersachsen auf 1/16 des Regelbeitrages (§ 17 der Satzung) herabgesetzt worden.

Hochschulabsolventen


Hochschulabsolventen können gleich nach dem Examen der Ingenieurkammer und damit im oben genannten Umfang dem Versorgungswerk beitreten. Voraussetzung ist die Mitgliedschaft in der Ingenieurkammer Niedersachsen (oder der Brandenburgischen Ingenieurkammer oder der Hamburgischen Ingenieurkammer-Bau).

Eine Befreiung von der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung ist aber frühestens nach Ablauf einer dreijährigen Berufstätigkeit als Ingenieur und nach Eintragung in die Liste der Beratenden Ingenieure (Pflichtmitgliedschaft in der Ingenieurkammer) möglich. Die Voraussetzungen für die Eintragung in die Liste der Beratenden Ingenieure sind im Niedersächsischen Ingenieurgesetz festgelegt. Hierüber berät Sie die Ingenieurkammer Niedersachsen, Ansprechpartner sind Frau Grünewald und Herr Koch.

Beamte - Befreiung von der Mitgliedschaft


Für im Beamtenverhältnis Tätige besteht ein Befreiungsrecht auf Antrag. Für verbeamtete Ingenieure der Brandenburgischen Ingenieurkammer erfolgt eine Befreiung von Amts wegen, sofern vom Beitrittsrecht kein Gebrauch gemacht wird. Beitrag für verbeamtete Mitglieder (wenn Befreiungsrecht nicht geltend gemacht wird): Es fällt als Pflichtbeitrag der ermäßigte Beitrag in Höhe des Mindestbeitrages an.

Nachversicherung


Beamte, die ohne Anspruch auf Versorgung aus einem Beamtenverhältnis ausscheiden, können als Mitglied des Versorgungswerks die Nachversicherung auf Antrag anstelle zur gesetzlichen Rentenversicherung zum Versorgungswerk durchführen lassen, wenn die Mitgliedschaft im Versorgungswerk und die Antragstellung innerhalb eines Jahres nach Dienstende erfolgen.